Mittwoch - 21. November 2007 | 15:28
Zoo Zürich informiert in Kampagne über bedrohte Amphibienarten
Er sieht ein bisschen aus wie ein Fabelwesen, weder Fisch noch Frosch. Auch sein Name klingt irgendwie ausserirdisch: Axolotl heisst der Beschriebene und er ist ein Molch. Der Zoo Zürich zeigt an seinem Beispiel, wie bedroht Amphibienarten sind.
Der Axolotl sei eine der bedrohtesten Tierarten überhaupt, sagte Zoo-Kurator Samuel Furrer vor den Medien in Zürich. "In der freien Natur gibt es nur noch wenige hundert Tiere davon." Wild komme er nur in den Wasserkanalsystemen um Mexiko City vor. In Zoos, Labors und bei Privaten gebe es jedoch Hunderttausende davon.
Am Beispiel des Axolotl will der Zoo Zürich auf die bedrohten Amphibienarten aufmerksam machen. Gemäss Zoo-Direktor Alex Rübel befinden wir uns "am Anfang der grössten Aussterbewelle einer Wirbeltierklasse seit dem Untergang der Dinosaurier". Ein Drittel der über 6000 bekannten Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht.
Unter dem Motto "Das Jahr des Frosches" wird 2008 weltweit eine Öffentlichkeitskampagne lanciert. Dabei dienen Zoos als Sprachrohr, um die Anliegen der Amphibien zu kommunizieren, wie Kurator Furrer sagte. So sollen weltweit zahlreiche Amphibienschutzprojekte durchgeführt werden.
Der Axolotl gleitet derweil ruhig durchs Wasser des Aquariums, seinen einzigen Lebensraum. Als eine der wenigen Amphibienarten lebt er im Dauerlarvenstadium, metamorphosiert also nicht. Das fabelartige Tier galt für die Azteken als heilig, wie Furrer sagte. "Dennoch war der Axolotl bei Festessen ein häufiger Leckerbissen."