Dienstag - 24. November 2009 | 15:55
FC Gossau weiter im Visier
GOSSAU - Der FC Gossau gerät zunehmend ins Visier der Wettskandal-Ermittler. Die Bundesanwaltschaft befragt nun auch den ehemaligen Gossau-Trainer Hans Kodric.
Recherchen von Radio FM1 zeigen, dass die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit den Spielmanipulationen auch den Ex-Trainer von Gossau, Hans Kodric vernimmt.
Gegenüber FM1 bestätigt Kodric die Vorladung der Bundesanwaltschaft und sagt: "Ich weiss nicht, was sie von mir wollen. Hier steht einfach, ich sei eine Auskunftsperson." Der in Baar wohnhafte Kodric weilt zur Zeit in seiner Heimat Kroatien. "Das Gespräch mit der Bundesanwaltschaft findet deshalb erst am Donnerstag in einer Woche statt", sagt Kodric. Er betont, dass er persönlich nie ein fadenscheiniges Angebot erhalten habe. Auch bei den Spielern sei ihm nichts zu Ohren gekommen. "Hätte ich etwas in diese Richtung gehört, hätte ich sofort den einen oder anderen Spieler rausgeschmissen."
Der 64-Jährige hatte Ende März dieses Jahres die Nachfolge des zurückgetretenen Gossau-Trainers Vlado Nogic angetreten. Trotz zweier Siege, wurde Kodric nach nur 5 Runden wieder entlassen. Spieler hatten die Gangart Kodrics massiv kritisiert und beim Vorstand die Entlassung gefordert. In einer offiziellen Mitteilung hiess es damals: "Das Team und der Trainer lagen im Zwischenmenschlichen zu weit auseinander." Ob diese Revolte der Spieler einen Zusammenhang mit dem Wettskandal haben könnte, wollten heute weder Kodric noch der Gossau-Präsident Roland Gnägi kommentieren.