Samstag - 23. September 2006 | 07:46
Aussenministerin hält Rede vor UNO
NEW YORK - «Wir stehen vor umfassenden Reformen und Entscheidungen, die angegangen werden müssen», dies eine zentrale Aussage von Aussenministerin Kieber-Beck am Freitag in ihrer Rede vor der Uno-Generalversammlung in New York, in der sie auch Kofi Annan für seinen herausragenden Einsatz für die Vereinten Nationen Beifall spendete.
Rita Kieber-Beck gab in ihrer Rede einleitend ihrer Freude darüber Ausdruck, dass mit Haya Rashed Al Khalifa aus Bahrain, erstmals eine Frau, die Uno-Generalversammlung präsidiere und sicherte der neuen Präsidentin der Uno-Generalversammlung ihre vollste Unterstützung bei der Erfüllung der sehr schwierigen Aufgaben zu.
Bemühungen verstärkenIm Bereich der Menschenrechte sieht Aussenministerin Kieber-Beck starken Handlungsbedarf: «Auf der Grundlage internationaler Zusammenarbeit und der Umsetzung internationaler Normen, müssen wir unsere bisherigen Bemühungen zur Umsetzung der Menschenrechte noch zielgerichtet und klar verstärken.» Für die einzelnen Staaten soll es verpflichtend sein, die Zivilbevölkerung insofern zu schützen, dass eines Tages alle Menschen in den Genuss ihrer Menschenrechte kommen.
Bilaterale Treffen am RandeRita Kieber-Beck wird den Aufenthalt am Uno-Hauptquartier auch für bilaterale Gespräche nutzen. Geplant sind Treffen mit den Amtskollegen aus Island, Guatemala, Andorra, Monaco und San Marino. Weitere Programmpunkte stehen ganz im Zeichen der Stärkung der Rolle der Frau in der politischen Arena: So lädt US-Aussenministerin Condoleezza Rice zu einem Workshop zur Frage der stärkeren Einbindung von Frauen in politischen Entscheidungsprozessen. Von hoher Symbolkraft ist ein Treffen mit der neuen Präsidentin der Uno-Generalversammlung, Haya Rashed Al Khalifa aus Bahrain, der ersten muslimischen Frau in dieser hohen Position.