Montag - 10. August 2009 | 15:53
Kein Tamiflu auf Vorrat
CHUR - Den 1700 Angestellten des Kantonsspitals Graubünden wird wegen der Schweinegrippe kein Tamiflu ausgehändigt. Die Abgabe des Medikaments auf Vorrat wird als wenig sinnvoll erachtet.
Das Kantonsspital Chur geht einen anderen Weg als jenes in St. Gallen, wo am Montag mit der Abgabe des Medikaments an alle Angestellten begonnen wurde. «Wir haben Tamiflu für das Personal eingelagert, abgegeben wird das Medikament aber erst bei Verdacht auf Schweinegrippe», sagte Spitaldirektor Arnold Bachmann der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage.
Bachmann hält es nicht für angezeigt, dem gesamten Personal Tamiflu auszuhändigen, bevor das Medikament tatsächlich gebraucht wird. Machen sich bei Angestellten des Kantonsspitals Grippesymptome bemerkbar, müssen sie wie alle anderen Leute zu Hause bleiben. Der Spitalarzt entscheidet dann über die Abgabe des Medikaments.
Tamiflu schütze nicht vor der Schweinegrippe, betonte Bachmann. Das Medikament breche der Grippe die Spitze und verkürze deren Verlauf.
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