Donnerstag - 9. November 2006 | 16:53
PostBus ÖBB im Sarganserland
ST. GALLEN - Mit der Vergabe der regionalen Buslinien Sarganserland-Werdenberg an die Bus Ostschweiz AG erhält auch die österreichische PostBus ÖBB Zutritt zum Markt.
Die Gewerkschaften nehmen dies mit Skepsis zur Kenntnis. Mit der Beteiligung der PostBus ÖBB gelinge einem grossen ausländischen Unternehmen «durch die Hintertür der Markteintritt in die Schweiz», kritisierten die Gewerkschaften Kommunikation, transfair Ostschweiz und SEV in einem Communiqué. Dies sei zu bedauern. Die Gewerkschaften wollen mit der Betreiberin Bus Ostschweiz AG umgehend Kontakt aufnehmen und die Aushandlung eines Firmenarbeitsvertrags verlangen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Regelungen des Schweizer Arbeitsmarkts zum Schutz der Grenzregionen eingehalten würden. Die Bus Ostschweiz AG ist eine Management-Gesellschaft, an der mehrere Transportunternehmen beteiligt sind, so die RTB Rheintal Bus AG und die WilMobil AG. Mit dem Einstieg im Sarganserland soll auch die PostBus ÖBB beteiligt werden. In welchem Umfang dies geschieht, konnte die Sprecherin der Bus Ostschweiz AG, Christina Fenyödi, am Donnerstag auf Anfrage nicht sagen. Sie verwies auf eine Medienkonferenz ihres Unternehmens in der kommenden Woche.